Begleitetes Fahren ab 17

Seit dem 18.08.2005 ist das begleitende Fahren ab 17 (BF17 oder Führerschein ab 17) bundesweit möglich und ist in den §§ 48a und 48b FeV (Fahrerlaubnis Verordnung) entsprechend umgesetzt. Die zeitliche Umsetzung des Modellversuch oblag aber den Bundesländern. Als letztes Bundesland hat Baden-Württemberg das Begleitete Fahren ab 17 am 1. Januar 2008 eingeführt.

Die Regelung zum BF 17 war zunächst nur bis zum 1. August 2010 befristet. Nach § 65 Abs. 12 Straßenverkehrsgesetz sollten § 6e Abs. 1 und 2 Straßenverkehrsgesetz sowie die auf Basis dieser Vorschriften erlassenen Rechtsverordnungen (jetzt § 48a Fahrerlaubnis-Verordnung) nach dem Ablaufdatum nicht mehr anzuwenden sein. Es handelte sich bis zu dem Zeitpunkt lediglich um ein Modellversuch welcher noch zu evaluieren war. Jede bis zu diesem Zeitpunkt erteilten Fahrerlaubnis behielt jedoch seine Gültigkeit. Da sich das Model jedoch in den meisten Bundesländern durchaus bewährt hatte ist seit dem 1. Januar 2011 das BF 17 aber nunmehr Teil des Dauerrechts. Die Teilnahme am Begleiteten Fahren ist freiwillig und muss darüber hinaus ausdrücklich beantragt werden. Der Regelfall bleibt aber die Volljährigkeit, also das Mindestalter von 18 Jahren.

Mit der Vollendung des 17. Lebensjahres können demnach Minderjährige die Prüfung der Fahrerlaubnis für die Klasse B ablegen. Als Bescheinigung über die erfolgreich abgelegte Prüfung bekommen die Fahranfänger eine Prüfbescheinigung, welche als vollwertige Fahrerlaubnis gilt, jedoch mit strengen Auflagen versehen ist. Als wesentliche Auflage ist den Inhabern dieser Prüfbescheinigung auferlegt nur in Begleitung einer in der Prüfungsbescheinigung namentlich genannten Person am öffentlichen Straßenverkehr durch Führen eines Fahrzeugs teilzunehmen. Wobei die begleitende Person ebenfalls gewisse Voraussetzungen erfüllen muss. Die Probezeit beim BF17 beträgt genauso wie beim normalen Erwerb einer Fahrerlaubnis ab 18 zwei Jahre.

Eines der wesentlichen Ziele dieser Regelung war es, die hohen Unfallquoten bei Fahranfängern zu reduzieren. Da Fahranfänger in häufigen Fällen noch nicht über die notwendige Erfahrung, aber dennoch über eine verhältnismäßig hohe Risikobereitschaft mit dem Mangel an der korrekten Einschätzung der Situation verfügen, versuchte man durch das Begleitende Fahren diese Diskrepanz etwas zu verbessern.

Statistische Erhebungen ergaben, das die positiven Auswirkungen des Begleiteten Fahrens mit 17 eindeutig belegt wurden.

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