Doppelkarte – Vorläufige Deckung

Für die Zulassung eines Fahrzeugs für den öffentlichen Straßenverkehr ist das Bestehen eines Kfz-Haftpflichtversicherungsschutzes im Sinne des § 1 PflichtVG zwingend notwendig. Eine Zulassung ohne gültigen Versicherungsschutz ist daher nicht zulässig.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Annahme und Bearbeitung eines entsprechenden Versicherungsvertrages etwas Zeit in Anspruch nimmt, aber die Nutzung des anzumeldenden KFZ möglichst kurzfristig erfolgen soll. Hierfür kann jeder Haftpflichtversicherer für den Zeitraum der Bearbeitung und dem endgültigen Zustandekommen eines Vertrages bereits eine vorläufige Deckung gemäß den gesetzlichen Anforderungen gewähren.

Die Gewährung einer vorläufigen Deckung erfolgte bis zum 31. 12 2002 durch die sogenannte Doppelkarte welche bei der Anmeldung vorzulegen ist. Nach dem oben genannten Datum erfolgt dieses nun durch eine Versicherungsbestätigung gem. Muster 6 und 7 zu § 29a StVZO (Deckungskarte bzw. Versicherungsbestätigungskarte). Die Datenübermittlung erfolgt seit dem  auf elektronischem Wege als Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Der Versicherungsnehmer hat mit der vorläufigen Deckung ab dem Tag der Zulassung einen Haftpflichtversicherungsschutz.

Die Deckungskarte war bis zum 01.03.2008 erforderlich für:

  • die Neuzulassung eines KFZ
  • einen KFZ-Wechsel
  • einen Versichererwechsel
  • das Umschreibung des KFZ auf einen anderen Halter
  • die Wiederzulassung eines stillgelegten KFZ
  • die Zuteilung eines neuen Kennzeichens bei Wechsel des Wohnortes

Nach dem 01.03.08 wird nun das Verfahren zur Bestätigung der Versicherung elektronisch mit einer vom Versicherer mitgeteilten Versicherungsbestätigungsnummer (VB-Nummer) einfach und schnell durchgeführt.

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