Fiktive Schadensabrechnung

Die fiktive Schadensabrechnung kommt nach einem Verkehrsunfall auf den Plan: Der Unfallgeschädigte kann nach gefestigter Rechtssprechung die Kosten für die Reparatur für das eigene Fahrzeug auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens geltend machen – es sei denn, die Versicherung benennt in zulässiger Art und Weise eine andere Möglichkeit der Reparatur. Ein Beispiel wäre, wenn der Beschädigte die durch einen Verkehrsunfall verursachten Schäden selbst in Eigenregie repariert, jedoch trotzdem als Ersatz die von einem Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten verlangt. Die fiktive Schadensabrechnung bezieht sich als auf fiktive Kosten, da tatsächliche Belege wie zum Beispiel Rechnungen nicht vorhanden sind. Werden hingegen die Aufwendungen des Geschädigten durch Vorlage von Belegen nachgewiesen, so spricht man von konkreter Schadensabrechnung. Seit 2002 ist zudem im Schadensrecht festgehalten, dass keine Umsatzsteuer bei fiktiver Schadensabrechnung erstattet werden kann. Außerdem ist die fiktive Schadensabrechnung im Fall von Personenschaden ausgeschlossen.

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