Führerhaftung – Haftung des Fahrzeugführers

Neben dem Fahrzeughalter haftet auch der jeweilige Fahrzeugführer bei einem Unfall dem Unfallgeschädigten für dessen entstandenen Schaden. Wobei allerdings der Führer des Fahrzeugs nicht aus der Betriebsgefahr des von ihm geführten, aber nicht selber gehaltenen Kfz, haftet, sondern lediglich nur dann, wenn er das Ereignis des Schadens schuldhaft bzw. fahrlässig oder vorsätzlich vom Fahrzeugführer herbeigeführt wurde.

Hierbei wird jedoch dieses Verschulden nach § 18 StVG vermutet. Der Fahrzeugführer kann der Haftung daher nur entgehen, wenn er oder sie diese gesetzliche Verschuldensvermutung widerlegt. Es muss folglich bewiesen werden, dass bezüglich des Schadensereignisses kein Verschulden zur Last gelegt werden kann. Hat der Fahrzeugführer trotz des eingetretenen Schadens vollkommen verkehrsgerecht gehandelt, ist die Verschuldensvermutung widerlegt.

Eine anzulastende Betriebsgefahr des von ihm geführten Fahrzeugs ist nur dann relevant, wenn ihm zunächst und überhaupt ein Verschulden im Sinne der §§ 823 BGB, 18 StVG vorgeworfen werden kann.

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