Integritätsinteresse

Als Integritätsinteresse bezeichnet man vereinfacht gesagt das Interesse eines Eigentümers daran, dass ein Eigentum unbeeinträchtigt bleibt und fortbestehen kann. Man geht also in der Rechtswissenschaft davon aus, dass ein Vertragspartner an der Unversehrtheit seiner eigenen Rechtsgüter, die außerhalb der vertraglichen Beziehung liegen, interessiert ist. Verursacht ein Vertragspartner schuldhaft einen Schaden (den sogenannten Vertrauensschaden), so hat er diesen in der Höhe des Integritätsinteresses auszugleichen. Das Gegenstück zum Integritätsinteresse ist das Äquivalenzinteresse. Dabei geht es also um die Prüfung des Schadensersatzes: Wenn rechtlich geschützte Güter verletzt werden, so tritt das Integritätsinteresse in Kraft. Nichterfüllungsschäden hingegen werden als positives Interesse, Vertrauensschäden als negatives Interesse bezeichnet.

Bewerten Sie den Artikel