Unfallmanipulationen (Unfallbetrug – Berliner Modell) – vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls

Bei Unfallmanipulationen wird der Versicherungsfall vom Versicherungsnehmer vorsätzlich herbeigeführt, um vom Versicherungsgeber eine Leistung zu erhalten. Wird der Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt, wird die Versicherung allerdings von ihrer Leistungspflicht gemäß § 81 VVG befreit. Dabei obliegt der Versicherung die Beweislast dafür, dass zwischen den Unfallbeteiligten eine Absprache stattgefunden hat. Weil dies äußerst schwierig ist, hat die Rechtsprechung Kriterien entwickelt, nach denen es sich um einen gestellten Unfall handelt. Eine besondere Gruppe des Versicherungsbetrugs nennt man das Berliner Modell, da diese Form des Betruges in Berlin ihren Anfang fand. Nach diesem Modell liegt unter anderem ein fingierter Verkehrsunfall vor, wenn sich die Unfallbeteiligten kennen, der Unfallort an einer abgelegenen Stelle geschieht, der Schaden nicht in einer Fachwerkstatt repariert, sondern auf Gutachtenbasis abgerechnet wird und die Beteiligten sich einer geringen Verletzungsgefahr ausgesetzt haben.

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